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Pieter Claesz (1597-1660)

Pieter Claesz (1597-1660) wurde in Berchem (Flandern) in der Nähe von Antwerpen geboren und nicht in Deutschland, wie man über längere Zeit dachte. Er ist interessanterweise der Vater von Nicolas Berchem, der sich wiederum auf italienische Landschaften spezialisierte. Claesz war außerdem der Onkel des Malers Willem Claesz Heda. Weitere bedeutende Stilllebenmaler zählen zu seinen Schülern. Seine Kompositionen, die damals ‘Ontbijtjes’ – also ‚kleines Frühstück’ genannt wurden - haben raffinierte geometrisch komponierte Rythmen. Fast immer klingt in seinen Bildern der Gedanke an die ‘Vanitas’ an. Die Farbpalette ist eher eingeschränkt, dabei aber sehr effizient. Große Aufmerksamkeit widmete er Lichteffekten, der Perspektive und der Struktur von Oberflächen. Er zählt zu den bedeutendsten Meistern der holländischen Stilllebenmalerei der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Kunstbewertung - Pieter Claesz (1597-1660)

Seine Kompositionen sind sehr gefragt und können – auch in Bezug auf Entstehungszeit, Genauigkeit der Ausführung und Erhaltungszustand Preise zwischen 50 000 und 80 000 Euro erzielen. Besonders geschätzt sind die sorgfältig ausgeführten Werke seiner frühen Schaffensperiode, aber auch die Preise für sein Spätwerk sind hoch. Je karger und reduzierter die Komposition ist, um so mehr scheint der Markt seine Bilder zu schätzen. Mit anderen Worten: Eine Komposition nur mit einem Pokal oder Kelch und einem Teller kann mehr wert sein als ein Bild mit Weintraubenblättern, Fleisch, Fisch, Brot, Früchten, Gläsern und Maiolika.

Kunstverkauf - Pieter Claesz (1597-1660)


Pieter Claesz
Stilleben, signiert und datiert (verkauft)


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