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Giuseppe Canella (Verona 1788 – Mailand 1847)

Giuseppe Canella und Mailand sind auf Engste miteinander verbunden. Zu Beginn seiner Laufbahn fand der Künstler nicht den Erfolg, den er sich von der lombardischen Hauptstadt erwartete. Mailands Landschaftsmalerei war dominiert von Künstlern wie Marco Gozzi und Giovanni Migliara. Canella sah sich deshalb gezwungen, sein Glück im Ausland zu suchen. Im Jahr 1821 reiste er nach Spanien und dann nach Frankreich, Holland und Belgien. Diese Aufenthalte bringen ihm Aufträge und Bekanntheit auf internationalem Niveau. 1823 festigt er sich in Paris, wo er mit Erfolg in den Salons von 1826,1827 und 1830 ausstellt. In den Jahren 1830 und 1831 schickte Giuseppe Canella, obwohl er noch in Paris lebte, mehrere Gemälde zu Ausstellungen zur Akademie von Brera, die einen bemerkenswerten Erfolg hervorgerufen hatten. 1832 kehrt er als gefeierter Künstler nach Mailand zurück und bleibt dort auch mit Ausnahme einiger temporärer Reisen. In Mailand entstehen Gemälde von Stadtansichten, die mit skizzenhaft dargestellten, den täglichen Beschäftigungen nachgehenden Figuren (‘macchiette’) belebt sind und einen unerwartet großen Erfolg im Ausland haben. Der städtische Verkehr mit Kutschen, die Geschäfte mit ihren verschiedenen Waren, Straßenhändler und elegant gekleidete Passanten werden Protagonisten der begehrten Gemälde, die die vitale lombardische Stadt darstellen.

Kunstbewertung - Giuseppe Canella (Verona 1788 – Mailand 1847)

Nicht nur als Künstler wird Canella gesammelt, sondern auch geschätzt aufgrund der Bildgegenstände seiner Gemälde. Besondere Wertschätzung erfahren seine topografischen Stadtansichten, die sich durch eine genaue Wahrnehmung für menschliche Tätigkeiten und für unterschiedliche soziale Klassen auszeichnen. Canella’s Veduten geben nicht nur aus historisch zuverlässiger Sicht die Stadt wieder, sondern auch deren Bewohner und versetzen uns in die Lage, am lokalen Leben einer vergangenen Epoche Teil haben zu können. Seine kleinen Veduten europäischer Städte wie von Madrid oder Paris, erzielen in Auktionen Resulate um die € 50.000.
Besonders gesucht sind die eher seltenen Stadtansichten von Mailand, die, wenn sie auf dem Markt kommen, mehr als das Doppelte des zuvor genannten Wertes erreichen können.

Kunstverkauf - Giuseppe Canella (Verona 1788 – Mailand 1847)


Giuseppe Canella (verkauft)
Lo stradone di Loreto (c.so Buenos Aires, 1835)


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